Computer- und Internetsucht (Medienabhängigkeit)
Internet und Computer haben ein hohes Abhängigkeitspotential. Der pathologische Gebrauch von Internet und Computer nimmt mit der sich ausweitenden Verbreitung dieser Technologien ständig zu.
Gebräuchliche Begriffe sind „Computersucht“, „Internet-Sucht“ oder „Medienabhängigkeit“.
In der SSI-Studie „Stress und Sucht im Internet“ wurden folgende Kriterien für den pathologischen Gebrauch des Internets festgelegt (Aus: Niesing et al. 2001):
1. Einengung des Verhaltensraums
2. Kontrollverlust („nicht aufhören können“)
3. Toleranzentwicklung (d.h. zunehmend mehr Zeit wird am PC verbracht)
4. Entzugserscheinungen wenn der PC mal ausbleibt
5. Negative soziale und persönliche Konsequenzen.
Nach ICD 10 wird der pathologische Gebrauch von PC und Internet den Verhaltensstörungen (F63) zugeordnet.
Die Therapie setzt voraus, dass sich die behandelnden Ärzte und Psychologen für die virtuellen Lebenswelten ihrer Patienten interessieren und diese in die Behandlung miteinbeziehen.
Unser Flyer zum Download: Computersucht.pdf
Allgemeine Informationen
- Die Behandlung findet im Rahmen einer Rehabilitationsmaßnahme statt.
- Zusätzliche Abhängigkeit (z.B. von Alkohol, Medikamenten) kann mitbehandelt werden.
- Psychosomatische und psychiatrische Komorbidität kann mitbehandelt werden.
- Es werden sowohl Frauen als auch Männer aufgenommen.
- Es besteht die Möglichkeit, bei gegebener Indikation die Behandlung gänzlich oder anteilig teilstationär durchzuführen.
Behandlungsdauer
Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 7 Wochen, bei Langzeitbehandlung 16 Wochen. Bei Auffangbehandlungen und Kriseninterventionen kann die Behandlungsdauer auch kürzer sein.
Hier geht es zu Informationen zur Therapie
(Therapie-Ziele und -Angebote, Mitarbeiterteam und Informationen für Angehörige).
Spezialangebote
- Erlernen des nicht-schädlichen Umgangs mit dem Medium PC/Internet
- Sonstige spezifische Angebote für Medienabhängigkeit
- Behandlung von pathologischem Glücksspiel im Internet
- Behandlung von Komorbidität (Depression, Angststörungen, Essstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Traumatisierungen)
- Behandlung von weiteren Suchtformen





