Fachklinken Nordfriesland gGmbH




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Riddorf: Das EU-Hospitals-Projekt

an den  Fachkliniken Nordfriesland gGmbH

Das Bauprojekt des Krankenhauses in Riddorf ist Teil eines europaweiten Projektes zu Verbesserung der chemischen, physikalischen und psychischen Bedingungen in Krankenhäusern, welches von der dänischen Esbensen Consulting Engineers A/S initiiert wurde (www.eu-hospitals.net).

Diesem Ziel liegt die Überzeugung zugrunde, dass ein gutes Innenraumklima sowie eine angenehme Umgebung therapiefördernd wirken.

Ein weiterer Kernpunkt des Projektes ist die Senkung des hohen Energiebedarfs und CO2 –Ausstoßes von Krankenhäusern durch Einbezug neuer Technologien bei Neubauten bzw. Umbaumaßnahmen. Das Projekt läuft seit dem Jahr 2002. Fünf Länder (DE, DK, I, NL, PL) waren mit je einem Krankenhaus an dem Projekt beteiligt. Der Neubau in Riddorf ist Teil dieses Projektes.
 

Ziele des Projektes:

  1. Minimierung von VOC (Volatile Organic Compounds) in der Innenraumluft
  2. Maximierung der thermalen und visuellen Behaglichkeit
  3. Maximierung des Tageslichteinfalls
  4. Reduktion des Energieverbrauchs und Reduktion des CO2 Ausstoßes
  5. Minimierung elektromagnetischer Felder

Hier erhalten Sie ein Faltblatt  über die Besonderheiten des Gebäudes (mit Fotos) zum Download: Flyer_Riddorf.pdf




Eingang
"Greenhouse"
Innenhof

 

Umsetzung der Ziele und innovative Elemente:

  • Der Einsatz vieler Fenster und Glaselemente dient dem zusätzlichen Tageslichteinfall. Dies dient der Senkung des Verbrauchs an Energie für Licht und der Erhöhung des visuellen Komforts.
  • Aussehen und Standort der Gebäude passen sich optimal der leicht hügeligen Landschaft an. Die Aussicht aus fast allen von Patienten genutzten Räumen ist naturnah. In der Mitte des Gebäudes befindet sich ein Innenhof mit Begrünung und Wasserelementen. Dieses nutzt dem visuellen Komfort von Patienten und Beschäftigten.
  • Die Wände von sechs Zimmern der umweltmedizinischen Abteilung sind aus Lehm. Die Heizung befindet sich in diesem Lehmbett, die abgegebene Strahlungswärme gilt als besonders behaglich.
  • Für den therapeutisch erwünschten visuellen Komfort durch viele Glaselemente, einstöckige Bebauung und die besondere Gebäudeform mit Innenhofbereichen wurden hinsichtlich des Energieverbrauchs Nachteile in Kauf genommen (viele Außenwände).
  • Durch besonders gute Dämmung in Fußboden, Wand und Decke in einer Stärke von 20-28 cm werden jedoch Energieverluste und Verbrauch minimiert.
  • Ein Blockheizkraftwerk versorgt die Gebäude effektiv mit geringen Energieverlusten mit Strom und warmen Wasser.
  • Eine zunächst geplante Photo-Voltaic-Anlage (=Solar-Energie) konnte auf Grund von Bedenken hinsichtlich der elektromagnetischen Strahlung einer solchen Anlage nicht installiert werden.
  • In der Zentralküche besteht ein Energieoptimierungssystem. Energiespitzen werden durch Sekundenabschaltungen abgefangen.
  • Duschköpfe mit integrierter Luftverwirbelung sorgen für eine Verringerung des Warmwasserverbrauchs ohne Verluste der Behaglichkeit.
  • Der Energieverbrauch wird ständig kontrolliert. Aussagekräftige Verbrauchsdaten werden Ende 2008 zur Verfügung stehen.

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Minimierung von VOC und Verbesserung der Innenraumluftqualität

  • Es werden nur wenige verschiedene Materialien verbaut.
  • Die zentrale Be- und Entlüftungsanlage sorgt für eine sehr gute Luftaustauschrate (bis zu 2 Mal/h). Es wird nur Frischluft zugeführt, diese wird zusätzlich im Keller gefiltert (Pollen, Staub, Schmutz).
  • Alle Materialien sind unter dem Gesichtspunkt der Emissionsarmut ausgesucht.
  • Glas und Keramik sind von Natur aus emissionsfrei und wurden daher bevorzugt eingesetzt.
  • Es gibt nur wenige Einrichtungsgegenstände.
  • Fußböden sind gefliest, Teppichböden werden nicht verwendet (Minimierung von VOC und allergenhaltigem Staub).
  • Es gibt keine offene Holzflächen in den Patientenzimmern.
  • Spezielle emissionsarme „funktionelle“ Polstermöbel und Gardinen dienen als „Schadstoffsenken“ und absorbieren flüchtige Kohlenwasserstoffe.
  • Einige Räume sind mit emissionsfreien Metallmöbeln eingerichtet.
  • Es wurde eine zentrale Staubsaugeranlage eingerichtet, so daß die eingesaugte Luft erst im Keller gefiltert wieder austritt (kein Aufwirbeln von Allergenen und Feinstaub)
  • Weitere Gesichtspunkte bei der Auswahl der Materialien waren Oberflächenbeschaffenheit und gute Reinigungsmöglichkeiten

Minimierung elektromagnetischer Felder

  • Alle Leitungen sind fern von Fußwegen verlegt, auch im Außenbereich
  • Es gibt Netzfreischaltungen in sechs Zimmern der umweltmedizinischen Abteilung (dies führt allerdings zu einigen Nachteilen in der Bedienung, so gibt es eine Verzögerung beim Einschalten des Lichtes).
  • Im Fußbodenbereich wurde ohne Stahlmatten gearbeitet.
  • Insgesamt wurde nur wenig Stahl in Betonteilen verbaut, Stahl wurde soweit wie möglich durch Kunststoffteile ersetzt.
  • Die Nachttischlampen wurden aus dem Kopfbereich herausgenommen
  • Das Nachtlicht in den Fluren arbeitet mit 12Volt an Stelle von 220 Volt
  • Die Belüftung in den Bädern wird durch eine Pumpe im Keller betrieben, vor Ort befindet sich kein Motor.
  • Die Ausbildung von elektromagnetischen Feldern durch Metallringe wie z.B. Rohrsysteme wurde durch Materialunterbrechungen verhindert (Kunststoff bei Heizungsrohren, Segelstoff bei der Belüftungsanlage).
  • Die technischen Geräte z.B. das Blockheizkraftwerk, der zentralen Staubsaugeranlage oder der Belüftungsanlage sind in anderen Gebäuden oder im Keller untergebracht.
  • Unter den Betten ist weder Wasserführung noch Metall verlegt.

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Beteiligte des Projektes:

Eberhard Schwarz, Stefan Ascherfeld, Ralf Tönnies
Fachkliniken Nordfriesland GmbH, Krankenhausweg 3, 25821 Bredstedt,
Telefon: 04671 408 0, Fax: 04671 408 1019

Volker Schmiech
Bauberatung
Bürgermeister-Peters-Straße 3, DE-24813 Schülp, Telefon: +49 4331 89144 

Dipl. Ing. Architekten
Jürgen Dethlefsen und Andreas Lundelius

25821 Bredstedt, Bahnhof , Telefon: 04671 91 09 0, Fax: 04671 91 09 22
bredstedt@dl-architekten.de

Olaf Bruun Jørgensen, Bruno Nielsen
Esbensen Consulting Engineers A/S, Vesterbrogade 124 B, DK-1620 Copenhagen V, Denmark,
Phone: +45 33 26 73 02, Fax: +45 33 26, o.b.joergensen@esbensen.dk 

Gert Johannesen
S&I Architects A/S, Buchwaldsgade 35, DK-5100 Odense, Denmark
Phone: +45 66 11 59 11; Fax: +45 66 13 40 00, gj@sogiarkitekter.dk


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