Zwänge
Zwangsgedanken oder Zwangshandlungen lösen bei den betroffenen Menschen einen hohen Leidensdruck aus. Im Zentrum einer Zwangsstörung steht die Angst. Ständig kontrollieren zu müssen, z. B. den Herd, ständig die Hände waschen zu müssen, sind Beispiele für Formen des Zwanges. Zwangsgedanken sind quälend, sie werden als sinnlos erlebt, haben zum Teil einen gewalttätigen Inhalt oder sind obszön, obgleich der Betroffene friedfertig ist oder religiös. Obwohl die Zwänge oder die Zwangshandlungen als sinnlos erkannt werden, versucht der betroffene Mensch oft erfolglos dagegen, Widerstand zu leisten. Zwangsstörungen führen häufig zu Depressionen, auch hier ist ein hoher Risikofaktor die Entwicklung einer Abhängigkeitserkrankung.
Symptome sind:
- Quälende Zwangsgedanken oder -handlungen über mindestens 2 Wochen
- Die Zwangsgedanken oder –handlungen wiederholen sich häufig
- Versuch, den Zwangsgedanken oder –handlungen Widerstand entgegenzusetzen
Zwangsstörungen mindern die Lebensqualität erheblich und führen häufig zu Schwierigkeiten in den mitmenschlichen Beziehung. Zwangsstörungen sind deshalb behandlungsbedürftig.
Die Behandlung:
- Ausführliche Abklärung (Diagnostik) der körperlichen und seelischen Beschwerden sowie der Begleiterkrankungen
- Gemeinsame Festlegung der Behandlungsziele und Behandlungsmaßnahmen
- Zielgerichtete und störungsspezifische Psychotherapie mit Verhaltenstherapie zur Reduktion der Zwänge und Erkennen der zugrunde liegenden Konflikte und Muster
- Information über die Erkrankung
- Gezielte Bewegungs- und Ernährungstherapie
- Sicherung bzw. Verbesserung der Lebensgestaltung (Familie, Wohnen,Arbeit, Finanzen etc)
- Ggf. Pharmakotherapie und/oder Supplementierung (z. B. Vitamine, Mineralstoffe)
- Erkennen und Fördern der eigenen Fähigkeiten
- Einbeziehung von Angehörigen
- Finden einer Zukunftsperspektive, mehr Lebensfreude und Organisation der Behandlung und Betreuung nach der stationären Behandlung.
Zurück zur Information und Anmeldung


