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Wahrnehmungsstörungen

Wahrnehmungsstörungen im engeren Sinne sind deutliche Veränderungen der Wahrnehmung durch krankhafte Störungen der Sinnesorgane oder des zentralen Nervensystems.
Im weiteren Sinne bewirken viele seelische Erkrankungen Wahrnehmungsstörungen, so könnte man bei Depressionen auch von "Zeitstörungen" oder bei Essstörungen von "Körperwahrnehmungsstörungen" sprechen.
Auch wahnhafte oder psychotische Störungen könnte man als Wahrnehmungsstörung bezeichnen. Die Wahrnehmung des Selbst und der Umwelt ist gestört mit der Folge hoher Selbst- und Handlungsunsicherheit sowie erheblicher Ängsten.

Symptome für diese Störungen sind z. B.:

  • Sinnestäuschungen 
  • Halluzinationen 
  • Stimmen hören 
  • Furchtsamkeit und Misstrauen 
  • Schlafstörungen

Wahrnehmungsstörungen werden in der Abteilung für Psychosomatik und Psychotherapie dann behandelt, wenn die Motivation zur Auseinandersetzung mit der Erkrankung und eine Psychotherapiefähigkeit besteht.

Die Behandlung:

  • Ausführliche Abklärung (Diagnostik) der körperlichen und seelischen Beschwerden und ihrer Begleiterkrankungen 
  • Gemeinsame Festlegung der Behandlungsziele und Behandlungsmaßnahmen 
  • Zielgerichtete und störungsspezifische Psychotherapie 
  • Gezielte Bewegungs- und Ernährungstherapie 
  • Informationen über die Erkrankung 
  • Sicherung bzw. Verbesserung der Lebensgestaltung (Familie, Wohnung, Finanzen, Arbeit etc.) 
  • Einbeziehung der Angehörigen 
  • Ggf. Pharmakotherapie und/oder Supplementierung (z. B. Vitamine, Mineralstoffe) 
  • Erkennen und Fördern eigener Fähigkeiten 
  • Finden neuer Zukunftsperspektiven, mehr Lebensfreude und Organisation der Behandlungsbetreuung nach der stationären Behandlung.

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