Fachklinken Nordfriesland gGmbH




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[ 30. November 2011 ]
Die Erfolgsquote der Suchttherapie älterer Menschen ist hoch

Gemeinsame Veranstaltung des Suchthilfezentrums Schleswig, der Fachkliniken Nordfriesland und der DIAKO-Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik

 

„Neue Ansätze für alte Menschen“ so lautete das Thema der Fortbildungsveranstaltung für Ärzte und Pflegeberufe zu der die DIAKO-Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik im Verbund der DIAKO jetzt einlud.

„Innovative Behandlungsansätze sind vonnöten, denn die Bedeutung psychiatrischer Erkrankungen im Alter nimmt zu und stellt uns vor besondere Herausforderungen“ erläuterte Dr. Frank Helmig, Chefarzt der DIAKO-Klinik für Psychiatrie und Psychosomatik.

„Zu viele, zu oft, zu lange“, so fasste Dr. Christoph Mai, Chefarzt der Fachkliniken Nordfriesland, die häufig zu reichliche Versorgung älterer Menschen mit Medikamenten und vor allem mit Psychopharmaka in seinem Vortrag zusammen. So erhielten fast 30% der über 65-jährigen mehr als fünf Medikamente gleichzeitig, dies hätten Studien ergeben. „Probleme bereiten dabei vor allem unübersehbare Wechselwirkungen sowie Suchtgefahren“, erklärte der Experte.

Dass die Behandlung älterer bis hochbetagter Menschen mit Suchtproblemen durchaus möglich und häufig erfolgreich sei, beschrieb Dr. Dieter Geyer, Gastredner aus der Fachklinik Fredeburg, an vielen Beispielen aus seiner Praxis.

„Die Erfolgsquote der Suchttherapie älterer Menschen, ist viel höher als bei jungen Erwachsenen, die Rückfallgefahr geringer und der Gewinn an Lebensqualität besser“ stimmten Hans-Wilhelm Nielsen und Silke Willer vom Suchthilfezentrum Schleswig zu.

Nach ihrer Einschätzung sind 6-8% der Menschen über 60 Jahren von Alkoholmissbrauch oder gar Abhängigkeit betroffen und rund eine Mio. älterer Menschen nehmen suchtgefährdende Psychopharmaka ein. Das Suchthilfezentrum hat sich deswegen erfolgreich für das vom Bund gefördertes Modellprojekt „Psychosoziales Netzwerk Sucht im Alter“ beworben.

An dem einrichtungsübergreifenden Projekt sind auch die Ambulante Pflege Angeln (APA) und die DIAKO- Soziale Einrichtungen (DSG) beteiligt.

Zu näheren Informationen über das Bundesmodellprojekt

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