Seit der Geburt der Umweltmedizin in den 80er Jahren wird in der Wissenschaft über die Ursachen der Symptome umweltmedizinischer Patienten kontrovers diskutiert.
Auf etwa 5 Prozent der Bevölkerung in der EU wird die Häufigkeit umweltmedizinischer Erkrankungen geschätzt. Allein einer von 200 Mitbürgern ist sogar von einer so ausgeprägten Chemikalienempfindlichkeit betroffen, dass er täglich Symptome hat. Das zeigen Umfragen und Studien.
Aufgrund der Häufigkeit umweltmedizinischer Erkrankungen, des hohen Leidensdrucks, vielfältiger Funktionsbeeinträchtigungen und folglich der erheblichen sozialmedizinischen Bedeutung sind viel größere Forschungsanstrengungen und verbesserte Behandlungsmöglichkeiten erforderlich.
Vor diesem Hintergrund haben sich Dr. Christoph Mai und weitere Mitarbeiter der Fachkliniken mit umweltmedizinischen Fach- und Berufsverbänden in einer interdisziplinären Autorengruppe zusammengefunden und die „Handlungsorientierte umweltmedizinische Praxisleitlinie“ erarbeitet.


